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Indigopflanze

Die Farbe Indigo

Jeans sind (mit Ausnahme einiger hellbrauner Canvashosen aus Zelttuch) ursprünglich mit dem natürlichen Indigofarbstoff eingefärbt worden. Der Indigofarbstoff wurde dabei aus der Indigopflanze (Indigofera arrecta, Indigofera tinctoria, Indigofera suffruticosa) gewonnen, die in Indien gezüchtet wurde. Diese war wesentlich ergiebiger als die in Europa heimische Färberweid, die im Mittelalter noch eine grosse Rolle gespielt hat.

1878 hat der deutsche Chemiker Adolf von Bayer erstmals künstliches Indigo hergestellt und 1897 konnte die Badische Anilin- und Sodafabrik (BASF) das synthetische Indigo zu einem sehr günstigen Preis auf den Markt bringen. Schon 1904 sank der Weltanteil an natürlich hergestelltem Indigo darauf auf unter 4%.


Stofffärbung

Da Indigo selbst nicht wasserlöslich ist, muss er in eine wasserlösliche Form umgewandelt werden. Dies geschieht durch eine Reduktion des Indigos mit Hilfe von Natriumdithionit zu Indigoweiss, welches mit der zugegebenen Natronlauge ein wasserlösliches Salz bildet. Die Umwandlung heißt auch Verküpung. Die Farbe wechselt dabei von blau-violett nach gelb.

Beim Färbevorgang werden die Textilien in die Küpe mit dem wasserlöslichen Salz getaucht. Gelangt das vorerst gelb gefärbte Material an die Luft, wird die Verküpung mit Hilfe des Luftsauerstoffs rückgängig gemacht, der Stoff färbt sich von gelb über grün nach blau, und es entsteht auf dem Gewebe durch eine Oxidation wieder Indigo 

Bei der industriellen Herstellung der indigogefärbten Fäden werden diese mehrmals durch ein Farbbad gezogen. Dabei wird der Faden nur in seiner Hülle eingefärbt, während der Kern des Fadens weiss bleibt. Dies bewirkt beim Abscheuern der Jeans die hellen Stellen, da die weggescheuerte "Ummantelung" den weissen Kern hervortreten lässt.

Schlichten

Der Schlichtprozess ist notwendig, um den Kettfaden gegen die hohe mechanische Beanspruchung während des Eintrags der Schussfaden zu stabilisieren. Nach dem Schlichten wird das gefärbte Kettgarn mit nichtgefärbtem Schußgarn verwoben.